IM WORT“ - die kulturschaffende Kraft von Sprache und Bewegung eine Wochenend-Tagung mit Gioia Falck und Catherine Ann Schmid vom 24. - 26. April in der Freien Waldorfschule Saarpfalz Bexbach

Vor mehr als 2000 Jahren prägte Sokrates den Satz „Sprich, dass ich dich sehe“. Durch die Sprache offenbart sich die Seele des Menschen. Sobald die Aufmerksamkeit über das, was gesprochen wird, den Inhalt des Gesagten, hinaus gerichtet wird und mit einer neuen Sensibilisierung des Ohres auf die Sprache lenken, können wir zum einen durch Stimme, Lautbildung, Färbung, Tempo das Wesen des Menschen erkennen, können aber auch Entdeckungen an der Sprache selber machen, die uns sonst verborgen bleiben. In frühen Zeiten war Sprache auch eng mit Bewegung verbunden, was man bei Naturvölkern heute noch beobachten kann, wo die Sprache oft begleitet wird von Bewegungen der Arme und Beine, von einer Art Tanz. „Man empfindet  die  Begleitung des aus der Kehle dringenden Wortes mit der menschlichen Gebärde gerade  in Urzeiten der Menschheitsentwicklung als etwas Selbstverständliches.“(R.Steiner,Eurythmie als sichtbare Sprache, S.25)

Sprachverfall und Bewegungsarmut sind allgegenwärtige Probleme – große Folgen für die nächsten Generationen und deren Lebensumfeld sind abzusehen. Die Waldorfpädagogik legt Grundlagen für eine Zukunft, worin diese Niedergangs-Erscheinungen  überwunden werden können – für die Kinder.
Wie sieht es mit uns Erwachsenen aus: sind wir Träger einer Sprach- und Bewegungskultur, die aus der Sackgasse führt? Welche Fragestellungen drängen sich da auf? Wie können wir uns unter fachlicher Anleitung auf den Weg machen?
Im letzten Jahr war durch die Initiative des Waldorflehrers Gerd Neukirch, Frau Dr. Martina Maria Sam für ein Vortrags-Wochenende in der Freien  Waldorfschule Saar-Pfalz  in Bexbach zu Gast.
Viele haben die Gelegenheit wahrgenommen, ihre klaren Gesichtspunkte kennen zu lernen. Durch die langjährige Zusammenarbeit der Zweige der Anthroposophischen Gesellschaft in der Region entstand daraus die Initiative zu einer vertiefenden Tagung.
Catherine Ann Schmid, die seit einigen Jahren als Regisseurin Klassenspiele der Freien Waldorfschule Saar-Hunsrück in Walhausen betreut, arbeitet seit längerem an dieser Fragestellung. Das konkrete Programm hat sie mit Gioja Falck gemeinsam erarbeitet. Es soll an zahlreichen Orten im deutschen Sprachraum zur Wirksamkeit gelangen und wird gewissermaßen seine „Premiere“ nun in Bexbach erleben!
Catherine Ann Schmid ist seit Jahrzehnten als Schauspielerin und Dozentin mit der Goetheanum-Bühne verbunden, und gehört zur Schauspielgruppe, welche die innovative Aufführungspraxis von Rudolf Steiners Mysteriendramen  verwirklicht hat. In Mannheim und Frankfurt war sie noch in jüngster Zeit zu sehen als Maria in den  Reisebühne-Aufführungen des ersten bis dritten Dramas. Am Samstag, den 2. Mai kann das dritte Drama „Der Hüter der Schwelle“ nochmals im Rudolf Steiner Haus Frankfurt erlebt werden.
Auch Gioia Falck gehört seit Langem der Goetheanum-Bühne an und ist als Eurythmistin für eine Reihe von interdisziplinären Projekten zwischen Eurythmie und Schauspiel verantwortlich. Seit kurzer Zeit ist sie auch als Mitglied des Arbeitskollegiums der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland für solche Fragestellungen tätig.
Für das Arbeitswochenende vom 24. bis 26.April ist es das  Anliegen der beiden erfahrenen Künstlerinnen, beim kulturbewussten Laien sowie bei Berufstätigen, welche viel mit Sprache und Bewegung zu tun haben, Interesse und Befähigung für tiefere Schichten des Sprach- und Bewegungserlebens des modernen Menschen in die Wege zu leiten. Es wird Demonstrationen und künstlerische Aufführungen am Freitagabend und Samstagabend geben.  Themenspezifische Seminare sind am Samstag und Sonntagmorgen. In einem  Vortrag  am Samstagnachmittag wird Alfred Kon  auf die Vertiefung in Sprache und innere Bewegung eingehen.

Erleben sie selbst das einst normale Künstlerische,
denn „jeder Mensch ist ein Künstler!“  ( Joseph Beuys )

Freitag 24. April
20.00 Uhr
„IM WORT“ -
Demonstration und Aufführung
Samstag 25. April
9.00 - 10.30 Uhr
Seminar I Schauspiel & Eurythmie
(Anmeldung, Eurythmie-Schuhe mitbringen)

10.30 - 11.00 Uhr Pause mit Verpflegung

11.00 - 12.30 Uhr
Seminar II Schauspiel/Eurythmie

12.45 Uhr Pause Mittagessen

15.00 - 16.30 Uhr
Seminar III Schauspiel/Eurythmie 

16.30 - 17.00Uhr Pause mit Verpflegung
17.00 - 18.30 Uhr
Vortrag Alfred Kon:
Perspektiven der Vertiefung in Sprache und Bewegung.

18.30 – 20.00h Abendessen, Abendpause

20.00 Uhr
Demonstration und Aufführung in Schauspiel und Eurythmie
SPRACHE IM SPIEGEL MEINES BEWUSSTSEINS
 
Sonntag: 26. April
9.30.-10.15h
Seminar IV Schauspiel/Eurythmie

10.15 - 11.00 Uhr
gemeinsamer künstlerischer Abschluss
aus den Seminaren

11.00 - 11.30 Uhr: Pause mit Verpflegung

11.30 - 12.30 Uhr
Abschluss-Gespräch


 

 

 

17.12.2018

 

 

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Letztes Update dieser Seite:  5. Februar 2015
Seite erstellt am 13. Oktober 2013